Stadtmauer und Schloss

Lebuser Carcassonne

Wenn Sie die Altstadt von Kożuchów (Freystadt), Westpolen, mit ihrem mittelalterlichen Stadtmauer besuchen, sehen sie warum Kożuchów auch das Lebuser Carcassonne genannt wird.

Das Schloss

Im 14. Jh. war Kożuchów Sitz des Glogauer Teilherzogtums Freystadt, dessen Herzöge auf der Burg – später zu einem Schloss umgebaut – residierten. Die erste Quellennotiz, in der die Stadt erwähnt wurde, ist ein vom Glogauer Herzog Henryk III. 1273 ausgestelltes Dokument. 18 Jahre später bekam die Stadt Sonderrechte. Das erste Schloss wurde mit Kurtinen, die ein rechteckiger Innenhof, runder Turm und ein Wohngebäude umschloss, gebaut. Später war hier ein Kloster, was man an den Saalen im Schloss noch sehen kann. Beeindruckend sind der Konzertsaal, Regionalsaal und der Ritterkeller.  Heute ist das Schloss Sitz des Kulturzentrums „Zamek”, welches viele Wettbewerbe, Veranstaltungen, Konzerten und Ausstellungen organisiert.

Öffnungszeiten: täglich von 10.00 – 18.00 Uhr.

Die Stadtmauer

Während des Epochenumbruchs im 13. und 14. Jh. wurde die Stadt von einem 8 Meter hohen Verteidigungsmauer aus Feldsteinen umringt.  Die Stadtmauer ist bis heute fast komplett erhalten, sowie auch teilweise der trockengelegte Graben, der manchmal sogar 20 Meter breit ist.  Wandern Sie entlang der Stadtmauer und ruhen Sie sich aus auf einer der Bänken. Die Illumination der Mauer und des Schlosses ladet zum abendlichen Spaziergang ein. Besonders im Winter, wenn es früh dunkel wird, spüren Sie die romantische Atmosphäre der mittelalterlichen Stadt.

Die Stadttore

Die Stadtmauer konnte durch drei Stadttore passiert werden: Głogowska Tor, Żagańska Tor und Krośnieńska Tor – auch Katowska Bastei genannt. Im 15. Jh. wurde wahrscheinlich ein viertes Tor dazu gebaut: Szprotawska. In 1819 wurden alle Tore abgerissen, nur die Bastei des Krośnieńska Tors wurde erhalten. Heute gibt es hier ein interessantes Museum.

Regionalmuseum

Lernen Sie mehr über die Geschichte Kożuchóws im Regionalmuseum in der Krośnieńska Bastei. Die Ausstellung zeigt Ritterrüstungen, historische Postkarten aus den Jahren 1899-1945, städtische Dokumente und Briefe aus dem 17-19. Jh., Stadtchroniken, Stadt- und Kreisführer, Landkarten als auch Ikonographien. Ein Teil der Bastei ist umgebaut zur Wohnung, aber von der Außenseite kann man das viergeschossige Bauwerk mit Schießscharten auch bewundern.

Öffnungszeiten: täglich von 10.00 – 18.00 Uhr.

Mittelalterliche Kirche

Die Geschichte der Kirche Mariä Reinigung geht zurück bis zum 13.Jahrhundert. Trotz der zahlreichen Bränden wurde die Kirche mehrmals wieder aufgebaut, darum findet man Elemente der Gotik, Renaissance und Barock. Die Ausstattung der Kirche ist aus der letzten Zeit. In dieser schönen Kirche findet jedes Jahr im August das Henrykowski Orgel- und Kammermusik Festival statt.

Besichtigungen mit einem Stadführer

Mittwoch bis Sonntag kann man das Schloss, das Regionalmuseum sowie das Lapidarium mit einem Stadtführer besichtigen (nach telefonischer Reservierung unter der Nummer: +48 68 355 35 36)

  • Mittwoch, Donnerstag, Freitag 11:00 – 19:00 Uhr
  • Samstag, Sonntag  10:00 – 18:00 Uhr

Kontakt und Informationen

Kulturzentrum Zamek
Klasztorna Straße 14
67-120 Kożuchów
Polen
Tel. +48 68 355 35 36
Mobil: +48 601 868 555

Regionalmuseum (Izba Regionalna)
Klasztorna Straße 14
67-120 Kożuchów
Polen